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Schwarz-Buch Lidl Europa


Cover Schwarz-Buch Europa

Am 27. Juni stellten der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, die Leiterin der Lidl-Kampagne Agnes Schreieder und Autor Andreas Hamann das Schwarz-Buch Lidl Europa in einer Pressekonferenz (Einladung hier) vor.

Andreas Hamann erstellte mit seinem Team ein rund 140 Seiten starkes Buch mit ausführlichen Berichten über Arbeitsbedingungen und Filialalltag von Lidl-Verkäufer/innen aus 20 verschiedenen europäischen Ländern. Das Buch enthält zahlreiche Angaben über die Auslandsexpansion des verschwiegenen Billig-Konzerns und bislang kaum beachtete Fakten über die fragwürdige Finanzierung der Expansion in Osteuropa.

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Schwarz-Buch Lidl deckt auf


Schwarz-Buch Lidl Cover

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • Lehrstück Unna: Wie man Betriebsratsgründungen systematisch verhindert

  • Der ganz normale Wahnsinn: Verkäuferin bei Lidl

  • Bei der Konstruktion von Kündigungsgründen sind Lidl und Kaufland nicht zimperlich

  • Interview: "Ich hätte in dieser Situation sogar mein Todesurteil unterschrieben"

  • Auch Führungskräfte bleiben nicht ungeschoren

Am 10. Dezember 2004, dem Tag der Internationalen Menschenrechte, veröffentlichte ver.di das Schwarz-Buch Lidl der Autoren Andreas Hamann und Gudrun Giese. Basierend auf genauer, einfühlsamer und oft auch hartnäckiger Recherche beschreiben sie den Arbeitsalltag in einem der am stärksten expandierenden Discounter Europas: Lidl.

Zahlreiche dort  Beschäftigte schilderten ihnen ihre Erlebnisse in dem zur Neckarsulmer Schwarz-Gruppe (Kaufland, Handelshof, Concord u.a.) gehörenden Unternehmen, dessen Betriebsklima von Angst, Leistungsdruck, ständigen Kontrollen und Willkür geprägt ist - eine gewählte Arbeitnehmervertretung gibt es in kaum einer der bundesweit rund 2600 Filialen.

Seit der Veröffentlichung haben sich hunderte Betroffene an ver.di gewandt und die Berichte vielfach bestätigt. Auch das öffentliche Interesse hat sich in den vergangenen Monaten verstärkt auf die rüden Methoden des Billig-Discounters gerichtet. Diverse TV-Magazine griffen das Thema auf, die Zeit berichtete ebenso wie die tageszeitung (taz) und viele weitere Medien.

Inzwischen sind auch ausländische Journalisten, Gewerkschaften und Privatpersonen auf Lidl und die dortigen Arbeitsbedingungen aufmerksam geworden und haben bei ver.di nachgefragt. Deshalb gibt es das Schwarz-Buch Lidl nun auch in englischer und kroatischer Übersetzung.

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Otto-Brenner-Preis: Andreas Hamann und Gudrun Giese ausgezeichnet


Für ihre Recherche wurden die beiden Autoren Andreas Hamann und Gudrun Giese im November 2005 von der Otto-Brenner-Stiftung mit dem Preis für kritischen Journalismus in der Kategorie Neue Medien-Projekte ausgezeichnet. Mehr dazu im ver.di-Weblog


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"The Black Book" - Schwarz-Buch übersetzt


Das Schwarz-Buch, das inzwischen in der dritten Auflage vorliegt, ist nun auch in englischer Übersetzung erschienen. "The Black Book on the Schwarz Retail Company" - unter diesem Titel ist die von ver.di und UNI Commerce herausgegebene Übersetzung ab sofort erhältlich.

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